TCM - Traditionelle Chinesische Medizin
Bei der Traditionellen Chinesischen Medizin handelt es sich um eine sehr alte Heilkunde, die bereits vor über 5000 Jahren praktiziert wurde. Heute werden in chinesischen Krankenhäusern sowohl die westliche Medizin als auch die TCM erfolgreich nebeneinander angewendet.Zertifikate:
Akupunktur
Migränetherapie
Rückenschmerzentherapie
Akupunktur
Die wohl bekannteste Therapieform in der TCM ist die Akupunktur. Sie ist in der westlichen Welt zwar schon seit dem 17. Jahrhundert bekannt, aber eigentlich hat sie erst in den letzten 20 Jahren an Bedeutung gewonnen. Es werden bei der Akupunktur Nadeln in die Punkte der Leitbahnen (Meridiane) eingeführt, um eine Regulation des Qi-Flusses zu bewirken. Auf den Meridianen befinden sich 365 Akupunkturpunkte. Durch ihre Stimulation ist der Energiefluss des Meridians und der dazugehörigen Organe beeinflussbar. Ist z. B. das Qi gestaut, wird es mittels Nadelreiz zum Fliessen gebracht.
Auch die Weltgesundheitsorganisation hat mittlerweile die Akupunktur für viele Indikationen als Therapie der Wahl anerkannt.
Moxibustion
Nicht von der Akupunktur zu trennen ist die Moxibustion. Hierbei wird auf die Nadel Moxakraut (Beifuss) aufgebracht und verbrannt. Dies erwärmt die Nadel und hat eine sehr gute Wirkung auf den Akupunkturpunkt und auf den dazugehörigen Meridian.
Schröpfen
Als Ergänzung zur Akupunktur ist das Schröpfen zu nennen. Hierbei wird ein Glaskörper, in dem ein Vakuum erzeugt wurde, auf bestimmte Körperstellen aufgesetzt. Das Vakuum saugt Haut und darbunterliegende Strukturen an und führt so zu einer lokalen Durchblutungsanregung. Hierdurch wird über die Reflexbahnen Einfluss auf erkrankte Organe genommen.
Auch die Schröpfkopfmassage ist hier zu nennen, wobei der Schröpfkopf über ein ausgewähltes, eingeöltes Hautareal gezogen wird. Hierdurch wird eine überwärmung und überdurchblutung der Muskulatur und der Haut erzielt. Ebenso wird der Lymphfluss angeregt.
Auch die Schröpfkopfmassage ist hier zu nennen, wobei der Schröpfkopf über ein ausgewähltes, eingeöltes Hautareal gezogen wird. Hierdurch wird eine überwärmung und überdurchblutung der Muskulatur und der Haut erzielt. Ebenso wird der Lymphfluss angeregt.
Chinesische Arzneitherapie
Sie gehört ebenfalls zur TCM dazu und wird in chinesischen Krankenhäusern bei ca. zwei Drittel aller Behandlungen angewendet. Im Westen ist die Anwendung viel geringer. Mittels verschiedener Heilkräuter und anderer Substanzen wird eine Rezeptur erstellt, die zu dem jeweiligen Krankheitsbild passt. Dann kann ein Dekokt (Abkochung/Aufguss) hergestellt werden. Dieser wird dann über einen längeren Zeitraum eingenommen.
Die TCM findet u.a. Anwendung bei:
- Allergien
- Schmerzen
- Migräne
- "Hexenschuss" (Lumbago)
- Ischiasbeschwerden
Buchtipps:
- Leitfaden Chinesische Medizin von Focks Hillenbrand ISBN 3-437-56481-1
- Die Grundlagen der Chinesischen Medizin von Giovanni Maciocia ISBN 3-927344-07-9